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© Diözese Eisenstadt/Walter Fikisz

Ein abschreckendes Beispiel für einen nur deskriptiven Ethikunterricht


Thomas Kramar, ein Mitarbeiter der Tageszeitung „Die Presse“, hat am 21. November 2011 auf S. 20 dieser Zeitung einen Subtext publiziert, der ein abschreckendes Beispiel eines Plädoyers für einen nur deskriptiven Ethikunterricht darstellt. Er vertritt darin u. a. die Meinung, dass die Ethik des Philosophen Peter Singer genauso in den Lehrplan für Ethik gehört wie z. B. die Ethik von Immanuel Kant, und zwar wertfrei und nicht wertend, also deskriptiv und nicht normativ.

Th. Kramar schreibt u. a., Peter Singer erwäge etwa Euthanasie für Schwerbehinderte. Hinzuzufügen ist, dass Peter Singer in seinem Buch „Praktische Ethik“ folgende Meinung vertritt: „Das Leben eines Neugeborenen ist weniger wert als das Leben eines Schweines, eines Hundes oder eines Schimpansen.“ Das Ganze ist meiner Meinung nach eine Beleidigung all jener, die unter den Morden der Nazis an behinderten Kindern zu leiden hatten und heute noch leiden. Ich weiß, wovon ich rede. In meinem Buch „Medizinethik mit Herz und Vernunft“ kann man auf S. 128 Diesbezügliches nachlesen.

Th. Kramar schreibt weiters: Berufung auf „Werte“ nutze nicht viel. Aus Wörtern wie „Freiheit“ oder gar „Gerechtigkeit“ könne man vielerlei lesen. Dazu muss ich sagen: Eine solche Aussage ist eigentlich eine Verhöhnung aller Menschenrechtsdeklarationen und –konventionen sowie aller Grund- und Freiheitsrechte demokratischer Staaten. Prof. Valentin Zsifkovits

(Dieser Artikel erschien in „JA – die neue Kirchenzeitung“ am 1. Jänner 2012, S. 7)